보알의 브레히트 서사극 재활성화 전략과 실천Die Strategien für Reakualisierung des Brechts Episches Theaters von Augusto Boal
- Other Titles
- Die Strategien für Reakualisierung des Brechts Episches Theaters von Augusto Boal
- Authors
- 김겸섭
- Issue Date
- 2017
- Publisher
- 한국독일어문학회
- Keywords
- Augusto Boal; Bertolt Brecht; Paolo Freire; Forumtheater; Theater der Unterdrückten; 아우구스또 보알; 브레히트; 프레이리; 포럼연극; 억압받는 사람들을 위한 연극
- Citation
- 독일어문학, v.25, no.2, pp 1 - 24
- Pages
- 24
- Indexed
- KCI
- Journal Title
- 독일어문학
- Volume
- 25
- Number
- 2
- Start Page
- 1
- End Page
- 24
- URI
- https://scholarworks.gnu.ac.kr/handle/sw.gnu/14550
- ISSN
- 1229-1560
- Abstract
- Augusto Boal war ein brasilianischer Regisseur, Theaterautor und -theoretiker, der von Bertolt Brecht und Paolo Freire beeinflusst wurde. Er entwickelte die Theaterformen ‘Theater der Unterdrückten’, ‘Forumtheater’ und ‘Unsichtbares Theater’. Seine späteren Innovationen waren das ‘Legislativen Theater’, und das ‘Bildertheater’. Boal zählt wohl zu den bekanntesten und Theaterpädagogen der heutigen Zeit. Seine Methoden sind auf der ganzen Welt bekannt und aus der Theaterpädagogik kaum mehr wegzudenken. Ihm ging es um eine Veränderung der Realität durch Theater, um Lösungen sozialer Probleme und um eine Demokratisierung der Politik. Besonders wichtig für seine Theaterarbeit war es, autoritäre Strukturen zu vermeiden, da die Menschen diese schon in ihrem Alltag erdulden müssen. Deshalb versuchte er, die Trennung zwischen Zuschauer und Schauspieler aufzuheben. So haben die gesellschaftlich und politisch Unterdrückten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Probleme selbst szenisch darzustellen, um gemeinsam nach einer Lösung suchen zu können.
Boal wollte das Theater der Unterdrückten auch in anderen Teilen der Welt bekannt machen, weil er der Ansicht war, dass Unterdrückung überall ausgeübt wurde und wird. Dabei unterschieden sich die Formen der Unterdrückung in Europa satark von denen in Lateinamerika. Unter den gegebenen sozial-politischen Bedingungen hatten sich Boals Strategien zwar verändert, aber seine grundsäzliche Zielsetzung für das Theater blieb bestehen.
Boals ‘Theater der Unterdrückten’ geht von zwei Grundsätzen aus: Der Zuschauer als passives Wesen und Objekt soll zum Aktivisten der Handlung werden. Das Theater soll sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern ebenso mit der Zukunft und deren Möglichkeiten. In allen europäischen Ländern gibt es Gruppen und Initiativen, die diese Methoden anwenden, vermitteln und weiterentwickeln, zum Teil in regionalen Bewegungen, zum Teil in nationalen Verbänden. Da die Schnittstellen sowohl in der Theaterpädagogik als auch in der politischen Bildung, im politischen Theater und in der interkulturellen Kommunikation liegen, fällt es schwer, die Kategorien dieser ganzheitlichen Bewusstseinsarbeit, die sich auf die Grundlagen von Paulo Freire bezieht, zusammenzudenken.
Man hat Boal häufig als ‘Brecht von Lateinamerika’ bezeichnet und er selbst sagte “Brecht vom Kopf auf die Beine zu stellen und vom Denken ins Handeln zu kommen”. Die vor dem Hintergrund von Brechts Werk und Freires befreiender Pädagogik verbreiten sich nicht nur in Brasilien. Sie stießen auch in Europa auf großes Interesse und wurden weltweit in der Bildungsarbeit rezipiert.
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