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독일은 이민국가 인가? - 전후 외국인 수용과 정책 변화를 중심으로Ist Deutschland ein Einwanderungsland? - Ein historischer Abriss der deutschen Ausländerpolitik seit 1945

Other Titles
Ist Deutschland ein Einwanderungsland? - Ein historischer Abriss der deutschen Ausländerpolitik seit 1945
Authors
신용민
Issue Date
2018
Publisher
한국독일어문학회
Keywords
Migration; Immigration; Asylant; Flüchtling; Ausländerpolitik; 이민; 유입이민; 망명자; 난민; 외국인정책
Citation
독일어문학, v.26, no.3, pp 88 - 108
Pages
21
Indexed
KCI
Journal Title
독일어문학
Volume
26
Number
3
Start Page
88
End Page
108
URI
https://scholarworks.gnu.ac.kr/handle/sw.gnu/12559
DOI
10.24830/kgd.26.3.5
ISSN
1229-1560
Abstract
Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt die Immigration nach Deutschland mit der aktiven Anwerbung von Gastarbeitern in den 1950ern. Der Grund ist der erhöhte Bedarf während des ökonomischen Booms. Was jedoch zunächst nur als vorübergehender Aufenthalt gedacht ist, resultiert oft im permanenten Verbleib in Deutschland. Als Reaktion auf die erhöhte Anzahl an Immigranten, verabschiedet der Bundestag zunächst 1965 ein Ausländergesetz und dann 1983 das sogenannte Rückkehrhilfegesetz: Eine Prämie soll die Gastarbeiter zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen. Zusätzlich zu den Gastarbeitern und ihren Familien kommen nach dem Zerfall der Sowjetunion auch viele Umsiedler mit deutscher Abstammung nach Westdeutschland. In den 1990ern folgt die nächste große Immigrationsbewegung, wobei diesmal Flüchtlinge und Asylsuchende aus dem ehemaligen Jugoslawien einen erheblichen Anteil daran haben. Das deutsche Grundgesetz gewährt allen politisch verfolgten Personen ein Recht auf Asyl. Es kommt u.a. aufgrund der hohen Anzahl von Asylanträgen zu einer negativen Stimmung der deutschen Bevölkerung gegenüber den Immigranten. Im Jahr 1990 wird ein weiteres Ausländergesetz einführt, das neue Aufenthaltsgenehmigungen regelt. 1992 vereinbaren die CDU/CSU sowie die SPD den Asylkompromiss, der die Prinzipien der sicheren Dritt- und Herkunftsländer definiert. Später folgen die Staatsbürgerschaftsreform, welche eine vorübergehende duale Staatsbürgerschaftsmöglichkeit für Kinder mit Migrationshintergrund einführt, und 2005 das Migrationsgesetz. Die konstante ökonomische Stärke Deutschlands und die intensiven, erfolgreichen Integrationsmaßnahmen verbessern die gesellschaftliche Akzeptanz der Immigration. Als 2015 die Anzahl an Flüchtlingen und Asylbewerbern allerdings erneut drastisch ansteigt, kommt es zum Stimmungswandel. Die AfD und Pegida, die sich offen gegen Immigration aussprechen, gewinnen an Zuspruch. Die Bundesregierung und die Länder wirken überfordert damit, alle neuen Immigranten zu registrieren und konfliktfrei unterzubringen. Der Schluss liegt nahe, dass Deutschland auch in der näheren Zukunft so mit diesen Aufgaben beschäftigt sein wird, dass die Entwicklung von längerfristigen Lösungen und Strategien zu kurz kommt. Das Thema der Immigration und Integration wird somit weiterhin große gesellschaftliche Brisanz haben, was im Übrigen europaweit gilt. Neben der Erweiterung der EU und den Konsequenzen des demografischen Wandels zählt die Immigration zu den größten Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten.
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Shin, Yong Min
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