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논쟁의 연극적 공간과 개방적 리얼리즘 - 페터 바이스 총체극의 리얼리즘 고찰Theaterraum der Diskussionen und der offene Realismus

Other Titles
Theaterraum der Diskussionen und der offene Realismus
Authors
김겸섭
Issue Date
2016
Publisher
한국독일어문학회
Keywords
Peter Weiss; der neue Realismus; Avantgarde; Brecht; das totale Theater; überschüssige Fiktion; 페터 바이스; 새로운 리얼리즘; 아방가르드; 브레히트; 총체극; 과잉허구
Citation
독일어문학, v.24, no.3, pp 1 - 25
Pages
25
Indexed
KCI
Journal Title
독일어문학
Volume
24
Number
3
Start Page
1
End Page
25
URI
https://scholarworks.gnu.ac.kr/handle/sw.gnu/16205
ISSN
1229-1560
Abstract
Peter Weiss' Dramen sind bisher unter einem sehr eingeschränkten Blickwinkel interpretiert worden. Die Ursache liegt darin, dass Weiss seine Stücke in der Zeit des Kalten Krieges schuf und eine starke sozialistische Tendenz offenbarte. Da die meisten Forscher sich auf die Suche nach dem ideologischen Sinn der Stücke konzentrierten, übergingen sie die formale Anlage und die vielfältigen theatralischen Mittel. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, Weiss' Dramen in Bezug auf den Neuen Realismus zu analysieren. Weiss' Dramen sind durch offene Dialektik, Aufgreifen und Interaktion heterogener Strömungen, die intensive Auseinandersetzung mit der Avantgarde und den produktiven Dialog mit dem Linken Theater zu charakterisieren. Weiss war der Meinung, dass die verschiedenen Theaterkonzeptionen nicht in Gegensatz zueinander stünden, sondern vielmehr in ihrer Kombination besonders fruchtbar sein könnten. Das ist die wichtigste Eigentümlichkeit, die den Neuen Realismus von Weiss' Stücken bestimmt. In dieser Arbeit geht es in erster Linie darum, den Rezeptionsprozess und die Überwindung der Avantgarde von Weiss zu klären, um die Singularität seines Realismus synthetisch zu zeigen. Weiss wehrt sich gegen die Institutionalisierung der Avantgarde und hält sich zugleich an ihre positiven Elemente, z.B. die Weigerung gegenüber dem bestehenden System, die Befreiung der Lust und des Unbewussten als Voraussetzung grundlegender Gesellschaftsveränderung etc. Weiss versucht die Mängel der Avantgardisten dadurch zu beheben, dass er den Marxismus und die Brechtsche Konzeption aufgreift. Sein Marxismus läßt sich als 'offene Dialektik' charakterisieren, die die endgültige Versöhnung der Widersprüche bzw. die Synthese der Gegenstände negiert. Die dramatischen Risse, die aus der unterschiedlichen Form (Avantgardistisches Theater und Brechtsches Theater) und Ideen (Idee der Lust und Marxismus usw.) hervorgehen, sind heute als fruchtbare Quellen für neue Interpretationen zu lesen und als Grundlage für die Vorbereitung einer kritischen Theorie und Praxis gegen alle Unterdrückungen zu werten.
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